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Gewohnheiten auf den Prüfstand stellen

Kinderuni-Auftakt im Hörsaal: Die Sachbuchautorin Gerda Raidt war zu Gast

Der Auftakt der Herbststaffel der Kinderuni Siegen war begleitet von gleich mehreren Premieren. Zu Gast war die Sachbuchautorin Gerda Raidt aus Leipzig zum Thema „Das ist auch meine Welt! Wie können wir sie besser machen?“. Gezoomt wurde aus dem neuen Friedrich-Schadeberg-Hörsaal am Unteren Schloss. Eröffnet wurde die Staffel von Siegens Bürgermeister Steffen Mues. Mues ließ die Entwicklung von Stadt und Universität Revue passieren und warf einen Blick darauf, wie die Siegener City in wenigen Jahren aussehen wird – lebendig, mit viel Uni und vielen jungen Menschen. „Siegen. Wissen verbindet“ lautet das gemeinsame Motto nicht von ungefähr. Dazu gehören das Haus der Wissenschaft der Universität Siegen und damit auch die Kinderuni.

Neben Steffen Mues begrüßte auch Cornelie Rothmaler-Schön, Geschäftsführerin der Siegener Zeitung, die Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren an den Computern. Die Siegener Zeitung ist von Beginn an Partnerin der Kinderuni.

Über 150 Mädchen und Jungen hatten sich angemeldet. Zum Auftakt der Kinderuni hatte sich der Spätsommer im Siegerland gemeldet. Sonne und ZOOM gerieten ein wenig in Konkurrenz.

Gerda Raidt ist Autorin und Illustratorin. Ganz wundervolle Bebilderungen kennzeichnen ihre Bücher. So vermittelte die Wahl-Leipzigerin für Auge und Ohr bereichernd, wie wir gemeinsam die Welt ein Stück weit (um)gestalten können. Dass es sich dabei nicht nur um Innovation handelt, sondern der Weg manchmal auch zu Gepflogenheiten von einst zurückführt, war ihrem Vortrag zu entnehmen. Immer mehr Besiedlung vermindert die Freiflächen eines Landes. Diese Entwicklung führt dazu, dass Wiesen und Wälder verschwinden. Die intensive Landwirtschaft und auch der Einsatz von Pestiziden haben zur Folge, dass Tiere und Pflanzen ihre ursprünglichen Habitate verlieren, verdrängt werden und sogar aussterben. Milch und Fleisch kommen schon lange nicht mehr nur von der sprichwörtlichen Alpenwiese.

Gerda Raidt regte an, Einkaufgewohnheiten zu überdenken und Milch- und Fleischkonsum zu reduzieren. Autos und Flugzeuge – insgesamt mit fossilen Brennstoffen bewegte Fahrzeuge - stehen dem Klimaschutz entgegen. Fahrradfahren oder Laufen sind hingegen klimaschonend wie auch das Reisen mit dem Zug. Gerda Raidt stellte die Frage in den Raum, ob Reisen überhaupt notwendig sei, oder ob es Erholung auch im Nahbereich geben könne. Insgesamt regte sie an, mit Blick auf das Wohl aller Menschen unseren Lebensstandard auf die Waagschale zu legen und abzuwägen, wo im Sinne der Ressourcenschonung Veränderung möglich ist. Es waren aktuelle und wichtige Fragen, die Gerda Raidt gestellt und auch mit Lösungen beantwortet hat. Ihre Illustrationen, aber auch ihre kritische Sichtweise auf die Rolle der Erwachsenen begleiteten den Vortrag und regten die Kinder an, Fragen zu stellen.