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Filmemacher wagen fiktive Blicke in die Zukunft

An Bord des Raumschiff Enterprise: Jannik Müller nahm die Kinderuni-Kinder mit auf eine galaktische Reise

„Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Captain James T. Kirk leitet das Raumschiff. Mit an Bord ist auch Mr. Spock. Raumschiff Enterprise, der englische Titel lautet „Star Trek“, wurde in den 1960er Jahren in erster Fassung gedreht und mangels Erfolgs 1969 erst einmal eingestellt. Erst in der nachfolgenden Zeit entwickelte sich die Science Fiction-Serie zum popkulturellen Phänomen und wurde neu verfilmt.

Was genau ist Science Fiction? Dieser Frage ging Jannik Müller bei der Kinderuni Siegen nach. Und: Haben die erfundenen (fiktiven) Geschichten, um die Zukunfts-Vorstellungen von Menschen, die Wissenschaft auf neue Ideen gebracht? Der Doktorand der Medienwissenschaft an der Uni Siegen nahm die Acht- bis Zwölfjährigen mit auf eine galaktische Reise – passend zum Thema der Herbststaffel „Zukunft – was bewegt uns morgen?“.

Müller erläuterte den Unterschied zwischen Science Fiction und Fantasy. Science Fiction spielt in der Zukunft, ist von Wissenschaft inspiriert, der Technik kommt große Bedeutung zu. Die Inhalte drehen sich um die Frage, wie das Leben auf dieser Erde oder auf anderen Planeten in der Zukunft aussehen könnte. Die Stories sind aber fiktiv. Fantasy-Filme wie Harry Potter orientieren sich überwiegend an der Vergangenheit. Es geht um die Macht von Gut und Böse, um Zauberei und magische Kräfte.

Der erste Science Fiction-Film mit dem Titel „Die Reise zum Mond“ entstand im Jahr 1902 in Frankreich. Förmlich gekleidete Menschen werden in einer Rakete zum Mond geschossen und spazieren dort umher. „Der Film soll vor allem Spaß machen“, so Jannik Müller. 67 Jahre später ist es wirklich so weit: Apollo 11 unter dem Kommando von Neil Armstrong landet auf dem Mond. Das Thema bewegte die Menschheit und auch die Filmemacher. Raumschiff Enterprise entstand in diesem Zeitraum. Jannik Müller: „Die Serie zeigt, wie Menschen in den 1960er Jahren sich die Zukunft vorgestellt haben.“

Ein Blick in die Serien fördert geradezu vertraute Dinge zutage. Captain Kirk ruft für den verletzten Mr. Spock Hilfe über einen "Kommunikator", der unseren Klapphandys ähnelt. Die Kinderuni-Kinder fanden die Parallele ganz schnell heraus und stellten ihre Ideen in den Chat. In der Star Trek-Version der 1980er Jahre erleben die Protagonisten die Welt von Sherlock Holmes in einem Holodeck, also einem künstlich erzeugten Raum. Die jungen Studierenden stellten sofort die Verbindung zu heutigen Videospielen und VR-Brillen her. Durch Raumschiff Enterprise, so Jannik Müller, „wurden Kinder und Jugendliche angeregt, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu werden“.

Dient Science Fiction als Ideengeber für die Wissenschaft? Jannik Müller: „Die Zukunft ist nicht vorhersehbar. Science Fiction kann manchmal richtig liegen, manchmal aber auch nicht.“ Und: Manchmal entpuppt sich die Realität als viel wagemutiger und effektiver. Müller: „Das Internet kam ganz unerwartet. Das hat sich Science Fiction nicht ausdenken können.“ Science Fiction-Themen drehten sich lange Jahre um das Leben im Weltall und auf anderen Planeten. Die Inhalte passen sich die Themen der jeweils gegenwärtigen Welt an. Der Film „WALL۰E“ beispielsweise beschäftigt sich mit dem Umweltschutz. Müller: „Science Fiction spiegelt Wünsche und Ängste unserer Zeit wider. Sie kann eine Inspirationsquelle sein, durch die die Welt in 20 Jahren verändert werden kann.“